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Erfolg durch Vielfalt


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Ausgewählte Einblicke in die dreijährige Betreuung von Asylkindern im Rahmen des P-Seminars „Lebensläufe und Bildungswege“

1.Hanif
Was uns bei diesem Projekt erwarten würde, konnten wir uns zunächst nicht so recht vorstellen. Wir sollten uns um Kinder des Asylheims kümmern, aber wie?! Dieses Gefühl der Unsicherheit verstärkte sich beim Anblick des eher heruntergekommenen, karg wirkenden Asylheims. Innen angekommen, war ich allerdings sehr erleichtert, da Hanif, mein Patenkind, einen sehr netten, zurückhaltenden Eindruck machte. Meine Zweifel und Ängste, eventuell keinen Zugang zu meinem Patenkind zu finden, lösten sich bei diesem ersten Treffen bereits auf.Bei den darauffolgenden Besuchen fiel mir auf, dass seine Familie sehr gastfreundlich war, was ich so gar nicht kannte. Ich fühlte mich stets wohl in der kleinen Wohnung, obwohl diese nicht sonderlich schön war. Die herzliche Art seiner Eltern schaffte durchweg eine Distanz zu den eigentlich schlechten Lebensbedingungen der Familie. Julia S.
Hanif ist sehr intelligent, er ist bereit, alles für ein gutes Leben zu tun und immer wieder aufzustehen, wenn ihn etwas umwirft. Ich konnte dies sehr gut erkennen, da wir zusammen viel Mathe geübt haben, sodass ich sehen konnte, wie er mit seinen Problemen bei Sachaufgaben umging.Ich habe eine neue Sichtweise auf das Leben kennengelernt, denn obwohl meine Eltern auch nach Deutschland immigriert sind, waren sie doch so jung, dass sie hier noch ihren Schulabschluss gemacht haben, was Hanifs Eltern nicht haben. Dadurch konnten mir meine Eltern zu Hause bis zum Gymnasium helfen. Hanif wohnt mit seinen drei Geschwistern und Eltern in einer kleinen Drei-Zimmer-Wohnung, er hat seinen
Hauptschulabschluss mit 2,04 bestanden, will Koch werden und später seinen Meister machen, eventuell mit seinem eigenen Restaurant! Er wird seine Eltern stolz machen, weil sein Leben besser sein wird als das ihre. Khiem N.

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2.    Lejla
Lejla und ihre Geschwister sind einfach toll. Bemerkenswert finde ich den Zusammenhalt. Besonders an Ausflügen hat man beobachten können, wir sehr vor allem Lejla sich um die Jüngeren gekümmert hat.Sie hat immer darauf bestanden, alle Geschwister mitzunehmen, um nicht alleine von unserer gemeinsamen Zeit zu profitieren. Sie wirkt schüchtern, aber wenn man sie kennenlernt, ist sie offen und sehr freundlich. Sie hat einen früh gereiften Charakter, der darauf zurückzuführen ist, dass sie mit jungen Jahren schon viel Verantwortung auf ihren Schultern trägt, wenn sie die fünf Geschwister beaufsichtigt oder eine Schwester zum Arzt begleitet. Sie hat eine große Willenskraft. Sie lebt erst seit zwei Jahren in Deutschland, beherrscht die Sprache aber gut, und Ärztin zu werden ist ihr größter Wunsch. Deshalb erledigt sie in ihrer Freizeit unzählige Übungsaufgaben, um sich in der Schule zu verbessern. Lejla ist sich bewusst, dass sie einen langen Weg vor sich hat, doch mit ihrem Ehrgeiz wird sie weit kommen. Die höchste Priorität für Lejla ist im Moment, ihre Leistungen so zu verbessern, dass sie aus der Förderschule kommen kann. Wenn sie das schafft, könnte sie aus meiner Sicht sogar das Gymnasium besuchen, denn das Potenzial dazu fehlt ihr sicherlich nicht.Antonina R. 

3.   Unsere Kollegiatinnen
Einer der wichtigsten Gründe, warum ich mich für dieses P-Seminar entschieden habe, war, dass ich, als ich nach Deutschland kam, ebenfalls in einem Asylheim gewohnt habe. Ich wollte den Kindern, die ich betreute, helfen, da ich damals ohne Hilfe war und Startschwierigkeiten bei der Kommunikation mit Deutschen, aber auch in der Schule hatte. Demnach konnte ich die Sorgen und Probleme der Kinder verstehen und mich in ihre Situation hineinversetzen. Anna A. Q12
Dank meiner liebenswerten Patenkinder konnten wir gemeinsam eine wunderschöne Zeit verbringen. Die Vergangenheiten der Familien sind tragisch, vor allem für kleine Kinder ein Albtraum. Doch sie sind wahr und an der Vergangenheit kann man leider nichts ändern, aber an der Zukunft schon. Das war mein Grund, warum ich dieses Seminar ausgesucht habe. Man wird glücklicher, wenn man sein Glück teilt. Ich bin dem Projekt beigetreten, weil ich mein Glück mit den Kindern teilen wollte. … Ich wünsche allen Patenkindern, die bei unserem kleinen Projekt mitgemacht haben, und ihren Familien noch viel Glück und Erfolg in Deutschland. Tugce T. 


Derya G. und Antonina R. mit ihren Patenkindern nach dem Besuch von Sealife



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